brgerinnendienst

Bürg­erIn­nen­di­enst

Wir Jun­gen Grün­lib­eralen fordern…

  • einen Bürg­erIn­nen­di­enst für alle Schweiz­er und Schweiz­erin­nen
  • eine freie Auswahl der Dien­start
  • ein Anreizori­en­tiertes Steuerungssys­tem für Mil­itär­di­enst
  • den Mitein­bezug von Aus­län­dern
  • die Ausweitung des Dien­stes auf andere Tätigkeits­felder, welche heute frei­willig geleis­tet wer­den

Was ist ein Bürg­erIn­nen­di­enst?

Der Bürg­erIn­nen­di­enst ist eine Weit­er­en­twick­lung des beste­hen­den Milizsys­tems. In diesem neuen Sys­tem leis­ten alle Schweiz­erin­nen und Schweiz­er einen Dienst. Dieser muss nicht in der Armee geleis­tet wer­den, son­dern das Dien­st­feld kann frei gewählt wer­den. Im Bürg­erIn­nen­di­enst umfassen die Tätigkeits­felder der Dien­stleis­ten­den mehr Bere­iche als heute in Armee, Zivil­dienst und Zivilschutz abgedeckt wer­den. Voraus­set­zung ist einzig, dass ein Dienst für die Gesellschaft geleis­tet wird, welch­er keine per­sön­lichen Vorteile bringt.

Mit dem Bürg­er­di­enst wird das Prinzip “alle für einen, ein­er für alle” in der Gesellschaft stärk­er ver­ankert. Da Aus­län­der einen grossen Anteil an der Schweiz­er Wohn­bevölkerung aus­machen und Teil der Gesellschaft sind, soll­ten auch diese einen Beitrag leis­ten kön­nen.

brgerinnendienst

Wie sieht die Sit­u­a­tion heute aus?

Seit jeher ist das Mil­itär in der Schweiz stark mit dem Milizprinzip verknüpft, welch­es ein zen­trales Merk­mal des schweiz­erischen Staatswe­sens ist. Män­ner in der Schweiz gehen in jun­gen Jahren in die Rekruten­schule und bleiben dem Mil­itär auch später für Wieder­hol­ungskurse erhal­ten. Für Frauen ist dieser Dienst frei­willig. Für Män­ner, welche die Mil­itär­di­en­stpflicht nicht mit ihrem Gewis­sen vere­in­baren kön­nen, ist der Zivil­dienst vorge­se­hen. Je nach Grad der Mil­itär­di­enst-Untauglichkeit ist der Zivilschutz, oder das Zahlen von Ersatz­ab­gaben vorge­se­hen. Wobei der Zivilschutz ein Mix aus Ein­sätzen und dem Zahlen von Ersatz­ab­gaben darstellt.

Die all­ge­meine Dienst-Pflicht wird aber in let­zter Zeit immer stärk­er ver­waschen. Rund ein Vier­tel aller Stel­lungspflichti­gen sind von vorn­here­in untauglich und müssen auf einen alter­na­tiv­en Dienst im Zivilschutz oder auf das Zahlen von Ersatz­ab­gaben auswe­ichen.[1] Viele von diesen hät­ten im Zivil­dienst jedoch sehr wohl einen Ein­satz für die Gesellschaft leis­ten kön­nen. Es leuchtet nicht ein, dass diesen 25 % der Schweiz­er Män­ner der Zivil­dienst nicht offen ste­ht. Und da all diese Dien­stpflichti­gen viel weniger Ein­satz­tage als die anderen leis­ten müssen, schwächt dies das Milizsys­tem.

Die Erfül­lung der Aufträge der Armee muss auch weit­er­hin Pri­or­ität haben und gesichert sein. Der Bürg­erIn­nen­di­enst soll nicht zur Abschaf­fung der Armee führen, son­dern den Milizgedanken stärken. Um den per­son­ellen Bestand der Armee sich­er zu stellen, kann der Mil­itär­di­enst gegenüber anderen Dien­sten attrak­tiv­er gestal­tet wer­den (anreizori­en­tiertes Steuerungsin­stru­ment). So kann dem Umstand Rech­nung getra­gen wer­den, dass der Mil­itär­di­enst in der Rekruten­schule nicht nur aus 40 Wochen­stun­den beste­ht son­der pro Arbeitswoche deut­lich mehr geleis­tet wer­den muss und die Freizeit stark eingeschränkt ist. Dies beispiel­sweise indem ein geleis­teter Dien­st­tag als mehr als nur ein Tag angerech­net wird. All­ge­mein soll­ten Dien­st­tage nicht starr gemäss dem Prinzip “alles oder nichts” angerech­net wer­den. Die tat­säch­lich geleis­tete Dien­stzeit pro Tag sollte bei der Berech­nung angemessen berück­sichtigt wer­den.

Unsere Argu­mente

Für eine zweck­mäs­sige Armee

Die Armee muss auf neue Bedro­hungsla­gen reagieren kön­nen. Als ein Beispiel seien Cyber­at­tack­en genan­nt. Für die Rekru­tierung und Aus­bil­dung von Milizionären, welche auf diese neuen Bedro­hungsla­gen reagieren kön­nen ist die Schweiz mit dem derzeit­i­gen Sys­tem aber schlecht gewapp­net. Dies, weil die Armee nur aus dem Pool von knapp über 60 % Mil­itär­di­en­stleis­ten­den rekru­tieren kann. [*] Warum ein gut aus­ge­bilde­ter Infor­matik­er mit Asth­ma nicht tauglich sein sollte die Schweiz vor Cyber­at­tack­en zu schützen, leuchtet nicht ein. Gle­ichzeit­ig kann angenom­men wer­den, dass ein beachtlich­er Teil der Zivil­dien­stleis­ten­den keinen Gewis­senskon­flikt damit hat, unsere Insti­tu­tio­nen gegen Cyberan­griffe zu schützen. Durch die Wahl­frei­heit der Auf­gaben im Bürg­erIn­nen­di­enst kön­nen die indi­vidu­ellen Stärken und Inter­essen der Dien­stleis­ten­den geziel­ter genutzt wer­den und somit die all­ge­meine Akzep­tanz des Dien­stes gesteigert wer­den.

Bei ein­er stark verän­derten Bedro­hungslage soll es aber auch in Zukun­ft möglich sein, Dien­stpflichtige für den Mil­itär­di­enst zu verpflicht­en.

Für gle­iche Rechte und Pflicht­en

Aktuell wird bei der Dien­stpflicht nur eine Hälfte der Bevölkerung in die Pflicht genom­men, näm­lich die Män­ner. His­torisch hat sich dies so ergeben, da die Frauen tra­di­tioneller­weise die Rolle im Haushalt inne hat­ten, und die Män­ner für Einkom­men und Sicher­heit ver­ant­wortlich waren. Dieses Bild ist jedoch schon länger über­holt — was sich auch in der Dien­stpflicht man­i­festieren müsste! Gle­ich­berech­ti­gung ste­ht den Män­nern genau­so zu. Darüber hin­aus hat ein Bürg­erIn­nen­di­enst, dadurch dass er mit gängi­gen Rol­len­bildern bricht, das Poten­tial geschlechter­spez­i­fis­che Stereo­typen abzubauen und die Gle­ich­stel­lung in allen Lebens­bere­ichen zu fördern.

24.9 % der Schweiz­er Wohn­bevölkerung hat keinen Schweiz­er Pass.[2] Die ständi­ge aus­ländis­che Wohn­bevölkerung prof­i­tiert auch von den Dien­sten, welche in einem Bürg­erIn­nen­di­enst geleis­tet wer­den. Deshalb sollte diese Bevölkerungs­gruppe nicht vom Dienst aus­geschlossen bleiben. So sollte der all­ge­meine Bürg­erIn­nen­di­enst langjähri­gen Ein­wohn­ern der Schweiz eben­falls offen­ste­hen. Damit wird die Inte­gra­tion gefördert und somit hät­ten gut inte­gri­erte Aus­län­der eine grössere Chance auf eine Ein­bürgerung. Zudem würde es den Bestand von Hil­f­skräften bei gesellschaftlichen und sozialen Bere­ichen erhöhen.

Fürs Gemein­wohl

Ein all­ge­mein­er Bürg­erIn­nen­di­enst käme dem Gemein­wohl zugute. Bere­its heute leis­ten Militär‑, Zivil­dienst- und Zivilschut­zleis­tende einen grossen Beitrag an unser­er Gesellschaft. Ins­beson­dere im sozialen Bere­ich sind Zivil­dien­stleis­tende nicht mehr wegzu­denken. Mit einem Bürg­erIn­nen­di­enst kön­nten wir die bere­its vielfälti­gen Ein­satzbere­iche noch weit­er aus­bauen. Konkret sind denkbare Engage­ments im Bevölkerungss­chutz, welch­er heute die Feuer­wehr, Ret­tungs­di­enst, tech­nis­che Betriebe sowie den Zivilschutz bein­hal­tet. Ausser­dem sollen poli­tis­che Man­date auf kom­mu­naler Ebene eben­falls als Bürg­erIn­nen­di­enst tax­iert wer­den kön­nen. Mit dem Ein­bezug von poli­tis­chen Man­dat­en auf kom­mu­naler Ebene zum Beispiel kann man kleinen Gemein­den helfen, welche Mühe bekun­den genü­gend Gemein­deräte zu rekru­tieren.

Da in vie­len Tätigkeits­feldern im Bürg­erIn­nen­di­enst die physis­che Fit­ness nicht zen­tral ist, kön­nte man das max­i­male Dien­stal­ter anheben. Dies würde die Flex­i­bil­ität der Dien­stpflicht erhöhen. Ausser­dem stellen Ein­sätze im Alter über 35 Jahren eine gute Abwech­slung dar und kön­nten auch von den Dien­stleis­ten­den als pos­i­tiv emp­fun­den wer­den.

Der Bürg­erIn­nen­di­enst ste­ht unter dem Mot­to der schweiz­erischen Eidgenossen­schaft „Alle für einen, ein­er für alle“. Er ist an die Bedürfnisse der heuti­gen Gesellschaft angepasst und soll einen Mehrw­ert für die Bevölkerung darstellen. Konkret erhof­fen wir uns von einem Bürg­erIn­nen­di­enst eine verbesserte Leben­squal­ität, einen stärk­eren sozialen Frieden, eine starke und effiziente Armee, sowie eine Förderung der Wirtschaft­sleis­tung.

Beginnen Sie mit der Eingabe und drücken Sie Enter, um zu suchen

X