Die Her­ren im Stän­der­at beschliessen doch noch ein biss­chen Gle­ich­stel­lung!

Der Stän­der­at hat heute mit 27 zu 15 Stim­men das rev­i­dierte Gle­ich­stel­lungs­ge­setz beschlossen. Die Jun­gen Grün­lib­eralen begrüssen diesen Entscheid, fordern aber weit­er­re­ichende Mass­nah­men.

 

Das neue Gesetz ist nach 37 Jahren ein erster Schritt zur Umset­zung des Ver­fas­sungsauf­trags zur Lohn­gle­ich­heit von 1987. Es verpflichtet Unternehmen ab ein­er Grösse von 100 Mitar­beit­ern alle vier Jahre eine wis­senschafts­basierte Lohn­analyse durchzuführen. Diese soll aufzeigen, ob im Unternehmen eine Lohndiskri­m­inierung vor­liegt. Die Jun­gen Grün­lib­eralen begrüssen diesen Entscheid, da er ein Schritt in die richtige Rich­tung ist. Jedoch kri­tisieren wir mehrere Aspek­te:

  • Das Gesetz ist auf 12 Jahre beschränkt und endet dann ohne Über­prü­fung der Ziel­er­re­ichung. Der Ver­fas­sungsauf­trag zur Gle­ich­stel­lung von Frauen und Män­nern ver­schwindet aber nicht nach 12 Jahren.
  • Das Gesetz bet­rifft in sein­er jet­zi­gen Aus­führung weniger als ein Prozent aller Unternehmen in der Schweiz und 45 Prozent aller Arbeit­nehmenden. Mit einem Gren­zw­ert von 50 Mitar­bei­t­en­den würde sich die Anzahl betrof­fen­er Unternehmen auf nur zwei Prozent erhöhen, gle­ichzeit­ig wären aber deut­lich mehr Arbeit­nehmende abgedeckt (54 Prozent).
  • Das Gesetz sieht darüber hin­aus ent­ge­gen dem Antrag Comte keine Sank­tio­nen für Unternehmen vor, die sich weigern, die Lohn­analy­sen durchzuführen. Eine Schwarze Liste der Arbeit­ge­ber, welche sich weigern, die Löhne über­haupt zu analysieren, wäre ein wirk­sames, unbürokratis­ches Instru­ment.

Die Jun­gen Grün­lib­eralen fordern ein weit­erge­hen­des Gesetz.

Kon­takt: Pas­cal Vuichard, Co-Präsi­dent JGLP, +41 79 561 41 89‬

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