Die Nationalratskommission schliesst sich dem Ständerat an

Nach dem Ständerat beschliesst auch die Nationalratskommission

Die WBK-N hat heute mit 12 zu 12 Stimmen mit Stichentscheid dem revidierten Gleichstellungsgesetz zugestimmt. Somit schliessen Sie sich dem Ständerat an. Die Jungen Grünliberalen begrüssen diesen Entscheid, fordern aber weiterhin zusätzliche Massnahmen.

Das neue Gesetz ist nach 37 Jahren ein erster Schritt zur Umsetzung des Verfassungsauftrags zur Lohngleichheit von 1987. Es verpflichtet Unternehmen ab einer Grösse von 100 Mitarbeitern alle vier Jahre eine wissenschaftsbasierte Lohnanalyse durchzuführen. Diese soll aufzeigen, ob im Unternehmen eine Lohndiskriminierung vorliegt. Die Jungen Grünliberalen begrüssen diesen Entscheid, da er ein Schritt in die richtige Richtung ist. Jedoch kritisieren wir mehrere Aspekte:

  • Das Gesetz ist auf 12 Jahre beschränkt und endet dann ohne Überprüfung der Zielerreichung. Der Verfassungsauftrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern endet aber nicht nach 12 Jahren.
  • Das Gesetz betrifft in seiner jetzigen Ausführung weniger als ein Prozent aller Unternehmen in der Schweiz und 45 Prozent aller Arbeitnehmenden. Mit einem Grenzwert von 50 Mitarbeitenden würde sich die Anzahl betroffener Unternehmen auf nur zwei Prozent erhöhen, gleichzeitig wären aber deutlich mehr Arbeitnehmende abgedeckt (54 Prozent).
  • Das Gesetz sieht weiterhin keine Sanktionen für Unternehmen vor, die sich weigern, die Lohnanalysen durchzuführen. Dies ist stark zu kritisieren. Eine Schwarze Liste der Arbeitgeber, welche sich weigern eine Lohnanalyse durchzuführen, wäre ein wirksames, unbürokratisches Instrument.

Die Jungen Grünliberalen würden ein weitergehendes Gesetz bevorzugen.

Kontakt: Pascal Vuichard, Co-Präsident JGLP, +41 79 561 41 89‬

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