11. September 2018

JGLP fordert einen zukunftsweisenden Entscheid zu Cannabis-Regulierung

Diese Woche befindet der Nationalrat über die parlamentarische Initiative von Maya Graf, welche die längst überfällige Regulierung von Cannabis fordert (Geschäft 17.440). Der Vorstoss ist eine einmalige Chance für die Schweiz, sich von ihrer rückständigen Drogenpolitik zu lösen und wieder auf Kurs zu kommen.

“Repression führt nicht zu einer Abnahme des Konsums, setzt aber die Konsumenten und Konsumentinnen erheblichen Risiken aus,” sagt Pascal Vuichard, Co-Präsident jglp Schweiz zur aktuellen Prohibitionspolitik. Die jglp möchte eine Regulierung des Cannabismarktes, welcher die Gesundheit und soziale Integration der Konsumierenden ins Zentrum rückt und nicht die moralischen Vorstellungen der Gegner. Während andere Staaten mit der Hanfregulierung vorwärts machen und gute Erfahrung sammeln, befindet sich die Schweiz im Dornröschenschlaf und verschläft eine zeitgemässe Weiterentwicklung der Drogenpolitik.

Politik muss vorwärts machen

Die jglp fordert, dass die Politik endlich vorwärts macht: “Die aktuelle Praxis hat nur Nachteile: Die Konsumenten konsumieren unkontrollierte, undeklarierte Ware, die Millionengewinne gehen unversteuert in den Schwarzmarkt, es gibt keinen Schutz für Minderjährige und die Justiz vergeudet jährlich Millionen – Eine Regulierung würde alle diese Probleme beseitigen und die Mehreinnahmen könnten beispielsweise der angeschlagenen AHV zugeführt werden.” begründet Manuel Frick, Co-Präsident der jglp Zürich die Unterstützung der Initiative. “Die Annahme des Vorstosses bringt die Schweizer Drogenpolitik wieder auf Kurs.”

Bürgerliche sollen auf die Suchtverbände hören

Auch die Suchtverbände (u.a. “Sucht Schweiz”), welche sich für Betroffene einsetzen, befürworten eine Regulierung. Es ist Zeit, dass diese Erkenntnis auch bei der bürgerlichen Ratsseite einsetzt und sich die PolitikerInnen nicht von überholten Vorstellungen aus dem letzten Jahrhundert leiten lassen. “Wir hoffen besonders auf die fortschrittlichen Kräfte auf der bürgerlichen Ratsseite, welche sich hier im Sinne von ‘Mehr Freiheit, weniger Schwarzmarkt’ für eine glaubwürdige und liberale Drogenpolitik stark machen könnten”, so Pascal Vuichard.

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