Das irische Parlament hat sich als weltweit erstes Parlament dafür ausgesprochen komplett auf Investitionen in fossile Energien zu verzichten. Ihre Staatsfonds sollen demnach alle Investitionen in Kohle, Gas und Öl zurückziehen und in Zukunft ganz auf neue solche  Investitionen verzichten.

Dieser Entscheid ist sinnvoll, denn es ist die Aufgabe von Parlamenten, sicherzustellen, dass Investitionen von öffentlichen Geldern nicht den Zielen des ratifizierten Paris-Abkommens widersprechen.

Die Schweiz investiert öffentliche Gelder zwar nicht über staatliche Fonds wie Irland oder Norwegen, doch die grösste Pensionskasse der Schweiz, die PUBLICA, verwaltet die Pensionskassengelder der öffentlichen Angestellten in einer Höhe von 36.5 Milliarden Franken. Erste kleine Divestment-Schritte wurden schon unternommen – so hat die PUBLICA im letzten Jahr Investitionen in Kohle in der Höhe von 10 Millionen Franken abgezogen.

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung – geht aber noch viel zu wenig weit. Analysten gehen davon aus, dass mindestens zwei Drittel der weltweit verfügbaren fossilen Energien nie verbrannt werden dürfen, damit die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden können. Warren Buffet, der Starinvestor, hat die Zeichen der Zeit schon längstens erkannt und seine Gelder weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien verlagert.

Die Jungen Grünliberalen fordern deshalb den Bundesrat auf jetzt zu handeln – die Pensionskassengelder der PUBLICA sollen komplett fossilfrei werden. Investitionsmöglichkeiten in erneuerbare Energien gibt es genügend. Die Pensionskassen können eine wichtige Rolle in der Finanzierung der erneuerbaren Energieinfrastruktur spielen – anstatt ihre Gelder in fossile Energien im Ausland zu investieren, können sie ihre Gelder in Wasserkraftwerke oder Stromnetze im Inland investieren. Damit ist nicht nur dem Klimawandel gedient, sondern auch die Schweizer Wirtschaft unterstützt – ganz im Einklang mit der Energiestrategie 2050.

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