06.03.2019

Offener Brief: Übernehmt Verantwortung

Liebe FDP, wir müssen reden!

Über die Zukunft, wie liberale Klimapolitik aussieht und eure Rolle in diesem Land. Während ihr aus Angst, junge Wählende zu verlieren einen Kurswechsel in der Klimapolitik ankündigt, versenkt ihr im Parlament schon am zweiten Tag der neuen Legislatur sämtliche klimapolitische Vorhaben. Und das, obschon es doch eigentlich auch genau dieser Klimaschutz ist, welcher ihr zu wollen vorgebt: Ein staatsquotenneutrales Lenkungssystem.

Als traditionsreiche und einst staatstragende Partei: Übernehmt Verantwortung – oder seid wenigstens ehrlich und sagt, dass ihr den exakt gleichen Klima-Kurs wie die SVP fahrt. Wenn ihr beides nicht wollt, tretet zurück. Denn gewählt wurdet ihr, um Lösungen für Probleme zu erarbeiten. Eure «nach-mir-die-Sintflut-Politik» ist deplatziert; und für uns Jungen inakzeptabel! Eure Haltung ist enttäuschend und ernüchternd. Wir hätten mehr erwartet von dem selbsternannten «liberalen Original». Wir hätten erwartet, dass euer Wort etwas zählt. Dass Taten folgen, dass ihr liberale Massnahmen unterstützt und dass euch die Zukunft unseres Planeten nicht egal ist und dass auch ihr den wissenschaftlichen Konsens anerkennt. 27 NobelpreisträgerInnen gleichermassen wie angesehene ÖkonomInnen haben eine klare Haltung zu einer Klimasteuer. Wieso habt ihr eine andere?

Wir laden euch ein: Redet mit uns mit. Wir würden gerne verstehen, wie der FDP-Plan aussieht – und noch viel mehr: Welche Massnahmen ihr jetzt ins Parlament bringen wollt. Wie ihr damit das Pariser Klimaabkommen erfüllt und wann genau ihr gedenkt, endlich zu Handeln.

Deshalb laden wir eure zwei führenden Klimapolitiker und -Politikerinnen ein: Wir organisieren für euch gerne ein öffentliches Podium, wo ihr zusammen mit Ökonomen, Umwelt- und Klimawissenschaftlern auf einem Podium diskutieren könnt – und eure Vorstösse für mehr Klimaschutz präsentieren könnt.

Noch haben wir Hoffnung. Hoffnung, dass auch die FDP endlich erkennt, dass wir nur einen Planeten haben und heute handeln müssen – weil es morgen zu spät ist.

Nachhaltige Grüsse

Junge Grünliberale Schweiz

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