Die libertäre NoBillag-Initiative möchte die gesamten öffentlichen Beiträge für die SRG abschaffen und somit die SRG und 34 regionale TV- und Radiostationen beerdigen. Diese Sender leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu einer unabhängigen Berichterstattung, zur kulturellen Vielfalt und zum nationalen Zusammenhalt der Schweiz über die Sprachregionen hinaus. Ein qualitativ hochwertiger Service Public in allen Landessprachen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Zusammenhalts. Die NoBillag-Initiative ist ein direkter Angriff auf die Verständigung zwischen den Landesteilen und führt dazu, dass die Randregionen ganz abgehängt werden.

Die JGLP fordert jedoch eine Anpassung der SRG an die Realität der Digitalisierung und bessere Angebote für die junge Generation. Eine tote SRG lässt sich jedoch nicht mehr reformieren. Darum braucht es ein NEIN zur Initiative und Vorschläge für eine Modernisierung der SRG. Diese bieten wir!

 

Die Jungen Grünliberalen haben einstimmig bei einer Enthaltung die NEIN-Parole zur NoBillag-Initiative gefasst. Aus Sicht der Jungen Grünliberalen ist die Initiative zu radikal und erreicht nicht das gewünschte Ziel der Weiterentwicklung der SRG hin zu mehr digitalen Angeboten.

NoBillag setzt nationalen Zusammenhalt auf die Probe

Die NoBillag ist zudem eine Bedrohung für den nationalen Zusammenhalt. Fernseh- und Radioprogramme wären in einem gänzlich privatisierten Markt in der rätoromanischen Schweiz, dem Tessin sowie der Westschweiz wirtschaftlich in der aktuellen Qualität nicht zu betreiben. Die NoBillag-Initiative zerstört die vorhandene Vielfalt und führt zu einer eintönigen, klick-getriebenen Medienlandschaft, welche die Spaltung der Gesellschaft weiter vorantreibt. Welch fatalen Konsequenzen ein fehlender Service Public in Italien oder in den USA nach sich zieht sind bekannt – wir wollen keine #Berlusconisierung der Medienlandschaft!

Eine tote SRG lässt sich nicht mehr reformieren

Es ist aber auch klar, dass der Status Quo bei der SRG nicht das Optimum darstellt. Die SRG muss sich im digitalen Zeitalter vermehrt weiterentwickeln um auch für die junge Generation attraktive News-Formate anbieten zu können. Auch die Transparenz und die Weiterverbreitung der Inhalte der SRG sollten vereinfacht werden – der Vorstoss zu “Open Content” von GLP-Nationalrat Jürg Grossen ist ein wichtiger Schritt dazu. Die Verbreitung von unabhängiger Information führt auch zu besseren Angeboten bei den Privatsendern und somit einem verbessertem Service Public für uns alle. Die SRG muss sich diesen Entwicklungen stellen.

JGLP engagiert sich für starken, zukunftsfähigen Service Public

Den Status Quo zu verteidigen, wie dies von einigen Exponenten im Abstimmungskampf gemacht wird ist ist für die JGLP der falsche Weg. Bei einer Annahme dieser Initiative verlieren wir aber die Möglichkeit, die SRG konstruktiv im Sinne des Gemeinwohls zu verbessern. Die JGLP wird sich auch nach der Abstimmung für die Modernisierung des Service Public einsetzen.

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