APRIL, APRIL! EIN SCHERZ MIT ERNSTEM HINTERGRUND
Heute Morgen staunten Pendler:innen in der ganzen Schweiz: Auf mehreren Haltestellen fanden sie Plakate mit der Meldung „Diese Linie fällt heute aus“, wegen Fachkräftemangel”. Doch wer den QR-Code scannte, erhielt die Auflösung: Ein Aprilscherz – mit einem ernsten Hintergrund.

45% der Bus und LWK-Fahrer:innen aus dem Ausland
Mit dieser Aktion macht die Junge Grünliberale Partei (JGLP) auf die Folgen der sogenannten „Nachhaltigkeitsinitiative“ der SVP aufmerksam. “45% alles Bus- und LKW Fahrer:innen sind aus dem Ausland. Diesen Fachkräften und der Personenfreizügigkeit verdanken wir Schweizer:innen unseren Wohlstand und Komfort! Das will die SVP kündigen!”, sagt Maya Tharian, Co-Präsidentin der Jungen Grünliberalen über diese SVP-Initiative, die sie auch “Kündigungsinitiative 2.0” nennt. Ohne Einwanderung fehlen der Schweiz tausende Fachkräfte, etwa im Gesundheits-wesen, der Gastronomie und auch im öffentlichen Verkehr. Was heute nur ein April-Scherz war, könnte in Zukunft Realität werden.
Schon wieder eine Kündigungsinitiative
Tharian erläutert dazu: “Die SVP versucht immer wieder unter einem neuen Aufhänger die Bilateralen zu kündigen, egal wie oft die Stimmbevölkerung an der Urne Nein sagt”. Die Initiative, will die Zuwanderung in der Schweiz stoppen. Dies hat drastische Folgen für die Bilateralen Verträge mit der EU, zu denen auch die Personenfreizügigkeit gehört. Bei einer Kündigung könnte die Schweiz im schlimmsten Fall den Zugang zum europäischen Binnenmarkt verlieren. Die Folgen für die Schweizer Volkswirtschaft wären in diesem Fall weitaus dramatischer als die bereits verheerenden Folgen des Fachkräftemangels ohne EU-Einwanderung.