Factcheck­sheet zur Ehe für alle 

Homo­sex­u­al­ität gibt es auch in der Natur

Mehrere Stu­di­en beweisen, dass es Homo­sex­u­al­ität in der Natur schon längst gibt. Einzig die Homo­pho­bie beste­ht nur bei Men­schen. Stu­di­en haben zum Beispiel ergeben, dass über 1’500 Tier­arten gle­ichgeschlechtliche Paarun­gen praktizieren.

Egal, ob Geier, Pin­guinen, Giraf­fen oder Goril­las — Unsere Vor­fahren sind divers und leben in ein­er bun­ten Welt. Zwar kann man nicht genau sagen, welch­er sex­uellen Anziehung Tiere entsprechen, fra­gen kön­nen wir sie ja nicht. Doch ist erwiesen, dass viele Tiere Kon­tak­te mit zwei Geschlechtern haben, also gewis­ser­massen bisex­uell sind.

Aber wir möcht­en uns doch fortpflanzen.” Auch das ist nicht immer kor­rekt. Auch andere Tiere haben Sex auch, um sich zu bespassen.

https://www.dw.com/de/schwule-lesben-und-bisexuelle-im-tierreich-ganz-normal/a‑39966868

https://www.geo.de/natur/tierwelt/13372-rtkl-homosexualitaet-im-tierreich

Jed­er Men­sch ist vor der Ver­fas­sung gle­ich. So sollte jed­er die gle­ichen Rechte und Möglichkeit­en haben

Es gibt abso­lut keinen Grund, warum Men­schen, die nicht der Het­ero­nor­ma­tiv­ität entsprechen, anders behan­delt wer­den müssen. Men­sch ist Men­sch, Liebe ist Liebe. Wir neigen dazu, wenn etwas nicht so ist, wie wir es uns gewohnt sind, mit Ablehnung und Angst zu reagieren. Doch auch anders sein ist nor­mal. Was heisst denn schon nor­mal? Warum gibt es so viele Schubladen? Nie­mand muss sich selb­st in eine Schublade stecken.

Durch die einge­tra­gene Part­ner­schaft wer­den homo­sex­uelle Paare ver­nach­läs­sigt und diskri­m­iniert. Auch wer­den sie zwangs geoutet (z.b im Beruf­sleben auf dem CV, etc)

Wenn im Lebenslauf “einge­tra­gene Part­ner­schaft ver­merkt ist, weiss jed­er gle­ich, dass diese Per­son homo­sex­uell, beziehungsweise bi- oder pan­sex­uell ist. Dies ist bei het­ero­sex­uellen Per­so­n­en nicht der Fall.

Nie­mand ist irgend­je­man­dem ein Out­ing schuldig! Es führt zu Diskri­m­inierun­gen und Stereo­typ­isierung. Es ist völ­lig irrel­e­vant, was andere fühlen, denn egal was es ist, es ist wun­der­voll. Warum also soll­ten sich nich­thetero­sex­uelle Per­so­n­en out­en müssen, während het­ero­sex­uell als “nor­mal” ange­se­hen wird? Auch anders sein ist nor­mal! Lasst uns Men­schen so nehmen und lieben, wie sie sind und gemein­sam für eine bunte, diverse Schweiz sorgen!

Erziehung braucht nicht zwin­gend Mut­ter und Vater. 

Tra­di­tionell ken­nen wir es, dass eine Fam­i­lie aus einem Mann, ein­er Frau (welche miteinan­der ver­heiratet sind) und einem oder mehreren Kindern beste­ht. Doch es geht auch anders! Patch­work fam­i­lien, allein­erziehende Eltern oder Eltern welche im Konku­bi­nat leben sind keine Sel­tenheit mehr. Ein Kind braucht Liebe, Zunei­gung, klare Gren­zen und Men­schen, die voll hin­ter ihm ste­hen. Warum kön­nen es nicht zwei Müt­ter oder zwei Väter sein? Vielle­icht beste­ht das Eltern­paar auch aus einem oder mehreren non binären Per­so­n­en. Im Umfeld von her­anwach­senden Jugendlichen existieren noch viele andere Vor­bilder, wom­it das Argu­ment, dass das weib­liche oder das männliche Rol­len­bild fehlt, wegfällt.

Aber Kinder aus Regen­bo­gen­fam­i­lien wer­den in der Schule viel eher gemobbt.” Mal ehrlich: Gibt es einen guten Grund, gemobbt zu wer­den? Wir find­en nicht. Wer­den Kinder trotz­dem viel zu oft aus zig ver­schiede­nen Grün­den gemobbt? Lei­der ja. Doch Kinder von homo­sex­uellen Paaren sind zu hun­dert Prozent gewollt. Als Eltern kön­nen wir Kindern mit auf den Weg geben, dass sie genau gle­ich­w­er­tig sind, wie Kinder von het­ero­sex­uellen Paaren. Nur so kön­nen wir für Sicht­barkeit und Akzep­tanz sor­gen. Und mit ein­er gesun­den Erziehung, entste­hen Kinder mit einem hohen Selb­st­wert­ge­fühl, die wed­er andere Kinder mobben, noch sel­ber gemobbt werden.

https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/familien/formen-familienleben.html (24.8.2021)

Die “Ehe für alle” nimmt nie­man­dem etwas weg

Die Abstim­mung am 26.09.2021 sorgt dafür, dass alle die gle­ichen Rechte besitzen. Solche, denen es schon erlaubt ist, zu heirat­en wird dies weit­er­hin möglich bleiben. Ihnen wird also abso­lut nichts weggenom­men. Wir von der jglp möcht­en das beste­hende Gesetz nur anpassen. Auch durch die Samen­spende, welche ermöglicht wird und die Adop­tion von Kindern geht dem Rest der Bevölkerung nichts ver­loren. Im Gegen­teil — Durch Regen­bo­gen­fam­i­lien kön­nen wir für Sicht­barkeit in unser­er Gesellschaft sor­gen und aufzeigen, dass jede Art von Liebe schön ist und Liebe keine Gren­zen kennt.

Die “Ehe für alle” wird keine Leih­mut­ter­schaft erlauben

Die Reform des Zivilge­set­zbuch­es wird die Leih­mut­ter­schaft nicht legal­isieren. Nur die Samen­spende und der Adop­tion wer­den für die die homo­sex­uellen Paaren ermöglicht wer­den — wie es schon für die Het­ero­sex­uellen möglich ist. Die Ehe für alle ist so keine Frage der medi­zinisch unter­stützten Fortpflanzung son­dern eine der Gleichberechtigung.

Die Reform des Zivilge­set­zbuch­es ist nicht verfassungswidrig

Die Geg­n­er der Ehe für alle stützen sich auf eine his­torische Ausle­gung von Artikel 14 der Bun­desver­fas­sung, um zu behaupten, dass die Reform des Zivilge­set­zbuch­es «Ehe für alle»verfassungswidrig ist. In diesem Artikel heisst es jedoch: “Das Recht auf Ehe und Fam­i­lie ist gewährleis­tet.” Wörtlich inter­pretiert heisst dies dass der Artikel keine auf der sex­uellen Aus­rich­tung beruhende Bedin­gung im Recht auf Ehe enthält. Die Ehe für alle ist daher mit der Bun­desver­fas­sung vereinbar.

Kon­takt

Tobias Vögeli, Co-Präsi­dent JGLP Schweiz :

+41 78 743 53 99

tobias.voegeli@grunliberale.ch

tobias-voegeli

Vir­ginie Cav­al­li, Co-prési­dente JVL Suisse:

+41 79 575 90 54

virginie.cavalli@vertliberaux.ch

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