Junge Grünliberale fordern Cannabis-Legalisierung

Der Cannabis-Konsum in der Schweiz bleibt im europäischen Vergleich auf hohen Niveau und ist Ausdruck eines weitreichenden Bedürfnisses der Schweizer Bevölkerung. Die Schweizer Drogenpolitik führt nicht zum Erfolg: Gemäss einer Umfrage von Sucht Schweiz haben 6.8 Prozent der 15 bis 30-Jährigen angegeben, in den letzten 30 Tagen Cannabis konsumiert zu haben und gemäss Schätzungen werden in der Schweiz Jährlich zwischen 25 und 60 Tonnen Cannabis illegal konsumiert.  Doch während international Bewegung in die Cannabispolitik gekommen ist, bleibt das einstige drogenpolitische Vorzeigemodell Schweiz seit Jahren stehen.

Die aktuelle Politik führt zu einem  Schwarzmarkt: Es gibt keine Kontrolle über Qualität und stärke des Cannabis, dem Staat entgehen Steuern in Millionenhöhe, kriminelle Organisationen verdienen mit und der Staat wendet seit Jahrzehnten Unsummen für die Strafverfolgung auf, ohne die erwünschte Wirkung auf das Konsumniveau.

Deshalb fordern die Jungen Grünliberalen eine Anpassung des Betäubungsmittelgesetzes, welche den Cannabiskonsum liberalisiert und eine Drogenpolitik, welche die Gesundheit und soziale Integration der Menschen ins Zentrum stellt. Vertrieb und Handel mit Cannabis in der Schweiz soll unter Auflagen erlaubt und ähnlich wie Alkohol und Tabak besteuert werden.

“Kriminalisierung und Repression haben während der Alkoholprohibition nicht funktioniert und führen auch bei Cannabis zu gesellschaftlichen Mehrkosten,” sagt Pascal Vuichard, Co-Präsident der Jungen Grünliberalen. “Daher fordern wir eine Legalisierung von Cannabis.” Dies würde zu Steuereinnahmen, einer Entlastung der Polizei, und einer Qualitätskontrolle beim Angebot führen.

Die Jungen Grünliberalen werden verschiedene Kanäle nutzen dieses Thema wieder auf das Parkett zu bringen – in einer Ideenküche des glplab werden erste Vorstösse diskutiert und erarbeitet.

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